Michael Pollan wirbt für Psychedelika

„Stellen Sie sich einen schneebedeckten Hügel vor, auf dem Kinder Schlitten fahren. Nach einer gewissen Zeit gibt es Bahnen, und die Schlitten fahren immer in den gleichen Bahnen. Psychedelische Drogen sind wie frischer Schnee, der alles wieder zudeckt und neue Bahnen ermöglicht. Je älter wir werden, desto tiefer werden unsere Gewohnheits-Bahnen. Manche Menschen werden unfähig, sich ausserhalb dieser Bahnen zu bewegen. Psychedelische Drogen schütteln diese Gewohnheits-Bahnen auf und ermöglichen neue Freiheiten.“

«LSD und Mescalin könnten helfen, die wichtigsten Probleme unserer Zeit zu lösen»

Advertisements

T.C. Boyle: Das Licht (2)

Weltpremiere in Berlin: T.C. Boyle liest am 4. Februar 2019 im Großen Sendesaal des rbb und live auf Radioeins aus seinem neuen Roman „Das Licht“, der in Amerika erst später erscheinen wird. Die deutschen Texte an diesem Abend wird Florian Lukas lesen, moderiert wird die Lesung von radioeins-„Literaturagent“ Thomas Böhm. radioeins überträgt die Weltpremierenlesung von 20-21 Uhr im Radio.

T.C. Boyle: Das Licht (2) weiterlesen

T.C. Boyle: Das Licht

Ende Januar 2019 erscheint ein neuer Roman von T.C. Boyle, interessanterweise zuerst in Deutschland und dann erst in den Staaten. Das Buch handelt von Timothy Leary, Millbrook und LSD – so viel sei schon mal verraten. Dazu geht Boyle im deutschsprachigen Raum auf große Lesereise: Berlin, Essen, Koblenz, Frankfurt/Main, Basel, Innsbruck, München und Augsburg.

T.C. Boyle: Das Licht weiterlesen

Trip des Geistes

Am 11. Januar 2006 beging der Erfinder und Entdecker des LSD, Albert Hofmann, seinen 100. Geburtstag. Ihm zu Ehren fand eine Konferenz mit dem Titel „The Spirit of Basel“ statt. Der Philosoph Thomas Metzinger war dabei und verfasste für DIE ZEIT einen amüsanten Bericht:

„Die einen sagten noch einmal all das, was sie 1970 auch schon gesagt hatten und gratulierten sich pausenlos und begeistert zum 100. Geburtstag von Albert Hofmann. Die anderen hielten die blaue Blume hoch und bezauberten das Publikum mit liebenswertem Unsinn.“

Psychoaktive Medikamente

„Es gibt im Gehirn etwa zwölf gut bekannte Netzwerke aus Nervenzellen, die untereinander kommunizieren. Wenn man LSD nimmt, lösen sich diese Netze auf, und alles verbindet sich neu. Plötzlich sprechen Hirnareale mit andern, die vorher nichts miteinander zu tun hatten. Ich vergleiche das mit einer Firma, in der jede Abteilung normalerweise ziemlich isoliert ist. Aber eines Tages geht die ganze Firma auf einen Betriebsausflug, und plötzlich redet jeder mit jedem. Die Leute erleben zusammen etwas Schönes und Prägendes. Das kann für später einiges verändern. Plötzlich grüsst vielleicht der CEO einen Mitarbeiter auf dem Gang, was er vorher nicht getan hätte. Eine solche nachhaltige Wirkung könnte es auch bei LSD und anderen psychoaktiven Drogen geben. Wir sehen im Hirnscan auch, dass zum Beispiel in einem Gehirnareal, das bei Depressionen eine Rolle spielt, eine langfristige Veränderung stattfindet – man geht davon aus, dass dort das Grübeln und Gedankenkreisen stattfindet. LSD könnte diesen Kreislauf unterbrechen.“

Psychoaktive Medikamente weiterlesen