Sternstunden des LSD

Inspiriert von dieser Timeline.

DIE DREISSIGER

1932: Der österreichische Schriftsteller Leo Perutz veröffentlicht mit „St. Petri Schnee“ einen Roman über eine Droge, die aus dem Mutterkornpilz gewonnen wird. Diese löst sowohl religiöse als auch revolutionäre Gefühle aus.

1938 November: Im Rahmen einer chemischen Reihe synthetisiert der Sandoz-Angestellte Albert Hofmann zum ersten Mal aus der Lysergsäure des Mutterkorns LSD-25. Die Hoffnungen auf ein Kreislauf-Stimulanz erfüllen sich nicht.

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Trump verkauft LSD auf Berliner Trödelmarkt

Eine sehenswerte NDR-Doku über ein fragwürdiges Geschäftsmodell:

Freiverkäufliches LSD? Einfach online bestellen und liefern lassen? Oder auf einem Trödelmarkt verkaufen? Das geht. Carl Philipp Trump ist angeblich entfernt verwandt mit dem Ex-Präsidenten der USA und verkauft ein legales LSD-Derivat. Möglich ist das durch einen Trick. Und zwar verändern Chemiker:innen die Strukturformel von klassischem LSD, indem sie Moleküle hinzufügen. So wird die Substanz nicht mehr vom Betäubungsmittelgesetz erfasst – aber die Wirkung bleibt gleich. 2016 wurde das Neue psychoaktive-Stoffe-Gesetz, kurz NpSG, eingeführt. Das sollte die Flut von diesen neuen Stoffen eindämmen. Doch verbietet der Gesetzgeber eine Substanz, folgt wenige Tage später eine neue legale Droge. Es ist wie ein Katz-und-Maus-Spiel. STRG_F Reporter Milan begleitet einen „legalen Dealer“ und fragt sich: Was bringt das NpSG überhaupt und wie gefährlich ist das veränderte LSD für Konsument:innen?

Ein Film von: Milan Panek und Nino Seidel
Kamera: Samuel Häde, Nino Seidel, Milan Panek
Schnitt: Felix Meschede
Mischung: Nick Würpel
Grafik: Viktoria Grunjajew
Redaktion: Lutz Ackermann

Keith Haring

Keith Haring über die New Yorker Disco Paradise Garage: „Alle schwitzten und die Musik war phänomenal. Viele waren auf halluzinogenen Drogen. Dieses Gemeineinschaftsgefühl war erhebend, fast spirituell.“

Drew B. Straub, enger Freund: „Gras rauchten wir wie Zigaretten. Ganz zu schweigen von dem Mescalin, dem LSD und den Psilocybin-Pilzen. In den Arbeiten über Keith wird das Thema Drogen zu wenig hervorgehoben. Ich finde, dass die Stimmung in vielen seiner Werke sehr psychedelisch ist.“