TED: Rick Doblin

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Psychoaktive Medikamente

„Es gibt im Gehirn etwa zwölf gut bekannte Netzwerke aus Nervenzellen, die untereinander kommunizieren. Wenn man LSD nimmt, lösen sich diese Netze auf, und alles verbindet sich neu. Plötzlich sprechen Hirnareale mit andern, die vorher nichts miteinander zu tun hatten. Ich vergleiche das mit einer Firma, in der jede Abteilung normalerweise ziemlich isoliert ist. Aber eines Tages geht die ganze Firma auf einen Betriebsausflug, und plötzlich redet jeder mit jedem. Die Leute erleben zusammen etwas Schönes und Prägendes. Das kann für später einiges verändern. Plötzlich grüsst vielleicht der CEO einen Mitarbeiter auf dem Gang, was er vorher nicht getan hätte. Eine solche nachhaltige Wirkung könnte es auch bei LSD und anderen psychoaktiven Drogen geben. Wir sehen im Hirnscan auch, dass zum Beispiel in einem Gehirnareal, das bei Depressionen eine Rolle spielt, eine langfristige Veränderung stattfindet – man geht davon aus, dass dort das Grübeln und Gedankenkreisen stattfindet. LSD könnte diesen Kreislauf unterbrechen.“

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Pardon, LSD!

Dieter Gräbner von der Frankfurter Rundschau wollte seine Leser 1967 auf eine typische „LSD-Party“ mitnehmen. Dazu ließ der Reporter sogar 300 D-Mark springen, für das Geld sollte LSD gekauft werden. Im Gegenzug wollte er auf der Rauschgiftorgie dabeisein und Eindrücke sammeln. Er bekam seine Story. Doch dann stellte sich heraus, die Scherzbolde von der Satirezeitschrift Pardon hatten ihm ordentlich etwas vorgekaspert.

Wenn zwei sich was vormachen, freut’s den Dritten. Der Spiegel berichtete in seiner August-Ausgabe: Gefährliche Reise (33/1967).