Psychedelische Konzeptalben

Ende der Sechziger muss irgendwas im Londoner Trinkwasser gewesen sein. Mehrere Musiker fühlten sich dazu berufen, ihre Langspielplatten als in sich geschlossene Kunstwerke zu präsentieren oder gleich als Oper auf die große Bühne zu bringen. Die Rockmusik sollte als ernstzunehmende Kunstform gelten und die Grenzen zwischen Populär- und Hochkultur verwischen.

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Summer of Love

Bestickter Krankenhauskittel, ca. 1968
(Image Courtesy of the Fine Arts Museum of San Francisco)

Es war der Höhepunkt der Hippie-Bewegung: 1967 strömten Hunderttausende nach San Francisco, um den „Summer of Love“ zu feiern. Die Schau präsentiert ikonische Rockposter, Fotografien, interaktive Musik- und Lichtshows, Avantgardefilme, Plattencover und Kostüme – eine Hommage an den Aufbruchsgeist der späten 1960er-Jahre.

Ausstellung
Summer of Love
Art, Fashion, and Rock & Roll

(20. Juni – 28. Oktober 2019)

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Bagism: 31. Mai 1969

Der Beatnik-Dichter Allen Ginsberg („Howl“) war ebenso dabei wie der Drogenpropagandist Timothy Leary („Turn on, tune in, drop out“), die englische Sängerin Petula Clark („Downtown“), ein Rabbi und ein paar Anhänger der Hare-Krishna-Sekte. In einem Nebenraum nahm ein Tonmeister mit geliehenem Vierspurtonbandgerät den kollektiven Friedensappell auf.

Reise-Beschreibungen

„Ich muss zugeben, dass Menschen, die ihr Bewusstsein erweitern, indem sie leben statt zu Chemikalien zu greifen, gewöhnlich mit weit interessanten Berichten über den Ort zurückkehren, an dem sie gewesen sind.“

— Ursula K. Le Guin: Vorwort zu Der gute Trip in: Die zwölf Striche der Windrose, München 1980.

Freak Zappa: Frank Out!

Das Riff des ersten Songs („Hungry Freaks, Daddy“) zitiert „(I Can’t Get No) Satisfaction“ von den Rolling Stones und „I Ain’t Got No Heart“ erinnert an Iron Butterfly. Dafür nimmt „Trouble Every Day“ (1966) in gewisser Weise „Slip Inside This House“ (1967) von The 13th Floor Elevators vorweg. „Help, I’m A Rock“ beantwortet auf gewohnt eigenwillige Weise Simon & Garfunkels Folknummer „I Am a Rock“ von 1965. Der Titel der Platte soll auf den Freitänzer und Lebenskünstler Vito Paulekas, der sich und seine Kommune als „Freaks“ bezeichnete, zurückgehen. Cooles Album!

Terry Melcher

Doris Day ist heute im Alter von 97 Jahren gestorben. Ihr einziger Sohn Terry Melcher, hervorgegangen aus der Ehe mit dem Posaunisten Al Jorden, starb bereits 2004. Terry Melcher ist vor allem als Produzent der ersten psychedelischen Folk-Rock-Alben der Byrds sowie von Paul Revere & the Raiders bekannt geworden.

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